Pressemeldungen
Steinhülb-Joos: “Die Tafel ist für viele zur sozialen Heimat geworden”
Im Rahmen ihrer Wahlkreis-Tour besuchte die Cannstatter Landtagsabgeordnete Katrin Steinhülb-Joos (SPD) die Stuttgarter Tafel am neuen Standort in Steinhaldenfeld.
40 Tonnen Lebensmittel verarbeiten die vier Stuttgarter Tafeln am Tag für nicht weniger als 2.200 Kundinnen und Kunden. Die Tafeln beziehen ihre Produkte aus Tourenware von Supermärkten, vom Stuttgarter Großmarkt und direkt von den Herstellern. Das Prinzip ist bewährt und bekannt: Fehlerhafte oder überschüssige Ware vor dem Mülleimer retten und günstig an bedürftige Menschen weitergeben.
„Aber erst beim Blick hinter die Kulissen sieht man, wie viel Arbeit in den Sortier- und Aufbereitungsprozessen eigentlich steckt“, stellt Steinhülb-Joos fest. In der Cannstatter Tafel konnte sich Landtagsabgeordnete Katrin Steinhülb-Joos davon ein Bild machen und auch selbst mithelfen.
Die Leiterin des Standorts Steinhaldenfeld, Frau Borodin, freute sich über die Unterstützung und hatte auch gleich eine Beschäftigung für Steinhülb-Joos und ihr Team. Mit Zucker umhüllte Schokolinsen aus der Großverpackung in Tüten abpacken. Zwei Tassen voller Schokolinsen wurden so den Kundinnen und Kunden für 50 Cent angeboten. Fast zwei Stunden vergingen, bis alles abgepackt war.
Katrin Steinhülb-Joos zeigt sich beeindruckt: „Super, wie die Abläufe organisiert sind und sich alle gegenseitig unterstützen. Hier hilft jede*r wo er oder sie kann und jede*r kann sich niederschwellig und unkompliziert einbringen. Vor allem imponiert mir, wie sich die Stuttgarter Tafel als eine große Familie präsentiert. Leistungsempfänger*innen, hauptamtliche Mitarbeiter*innen und Ehrenamtliche packen alle gemeinsam an, Teamplay steht im Vordergrund. Die Tafel ist für viele zur sozialen Heimat geworden.“
Fast 400 Mitarbeitende sind insgesamt an den Standorten im Einsatz. Aus Obstschalen werden die verdorbenen Stücke aussortiert, offene Ware wird gesichtet, geprüft und verpackt, viele Transporter werden abgeladen und auch einiges entsorgt.
Katrin Steinhülb-Joos: „Die Prozesse sind eng getaktet und vor allem die Sortierarbeiten sehr aufwendig: Und dafür sind richtig viele helfende Hände nötig. Wenn man mal die Chance hat, hinter den Vorhang zu schauen und mitzuhelfen, spürt man das auch. Die Arbeit, die in den Tafeln geleistet wird ist Gold wert, nicht nur im Hinblick auf die Lebensmittel, sondern auch für die Mitarbeitenden sowie Kundinnen und Kunden der Tafel.“
Übrigens seien die Tafeln auch nach Ladenschluss noch von großem Nutzen, so Steinhülb-Joos. Dann kommen nämlich Foodsharer und die Heilsarmee und holen die übrig gebliebenen verderblichen Lebensmittel ab.
Katrin Steinhülb-Joos, SPD-Landtagsabgeordnete für Stuttgart
Steinhülb-Joos: “So löst unsere Landesregierung das Rückenwind-Programm praktisch auf”
Ganztag, Rückenwind-Programm oder Startchancen-Programm: bei einigen wegweisenden Maßnahmen lässt das Kultusministerium seine Schulen aktuell im Trüben fischen. Nun scheint wohl klar zu sein: das Rückenwind-Programm läuft erst mit Beginn des Startchancen-Programms wieder an. Die Konsequenzen? – Unklar.
Wie von Schulleitungen aus dem Land zu hören ist, soll das Programm „Lernen mit Rückenwind“ erst ab dem Start des Startchancen-Programms weiterlaufen – und zwar nur an den Schulen, die keine Startchancen-Schulen sind.
Doch aktuell ist noch unklar, wann das Startchancen-Programm überhaupt anläuft. Eine Information für die beteiligten Schulleitungen soll erst Anfang Oktober auf einem Schulleitungstag in Stuttgart erfolgen. Erst danach könnte das Programm überhaupt an den Start gehen.
„So löst unsere Landesregierung das Rückenwind-Programm praktisch auf! Es wird sich eine Lücke im ersten Schulhalbjahr ergeben, nach der kaum einer der Beschäftigten in das Programm zurückkehren kann und wird. So werden die Schulen und vor allem die Schüler*innen, die von „Lernen mit Rückenwind“ profitiert haben, sehenden Auges im Stich gelassen“, kritisiert Katrin Steinhülb-Joos (schulpolitische Sprecherin der SPD BW).
In einem Ministerinnebrief hatte sich Steinhülb-Joos an das Kultusministerium gewandt, um mehr Informationen zum Startchancen-Programm zu erhalten. „Viele Stuttgarter Schulleitungen und Familien wenden sich an mich, weil sie aktuell verunsichert sind, was die Umsetzung betrifft. Das betrifft auch das Thema verbindliche Ganztagsgrundschule“, erklärt die ehemalige Schulleiterin. Die Landesregierung hatte unlängst beschlossen, dass alle Grundschulen des Startchancen-Programms zu verbindlichen Ganztagsgrundschulen werden sollen. Im Antwortschreiben erklärte das Kultusministerium nun, es müsse zunächst ein Konzept dafür entwickelt werden und es sei nicht geplant, dass alle Startchancen-Grundschulen zum kommenden Schuljahr zu Ganztagsgrundschulen werden.
„Die Landesregierung muss jetzt schleunigst ins Handeln kommen. Die Schulen und Beschäftigten brauchen verlässliche Aussagen. Speziell „Lernen mit Rückenwind“ sollte durch das Land abgesichert und fortgeführt werden. Den Beschäftigten und den Schulen muss jetzt eine klare Perspektive aufgezeigt werden“, fordert Steinhülb-Joos.
Katrin Steinhülb-Joos, SPD-Landtagsabgeordnete für Stuttgart
Steinhülb-Joos: “100 zugewanderte junge Menschen finden keinen Platz in Stuttgarter VABO-Klassen!”
Es sollte Einigkeit darüber herrschen, dass zugewanderte Menschen angesichts des Fachkräftemangels schnellstmöglich Platz in Bildungsangeboten oder in Berufen finden sollten. Die Realität ist in Stuttgart jedoch oftmals eine andere – wie das Beispiel der VABO-Klassen zeigt.
Das „Vorqualifizierungsjahr Arbeit/Beruf mit Schwerpunkt Erwerb von Deutschkenntnissen“ (VABO) bietet jungen zugewanderten Menschen die Chance, sich auf einen beruflichen Abschluss, eine Ausbildung oder den Beruf vorzubereiten.
Das Angebot findet durchaus Anklang. Vom Schuljahr 2019/2020 bis zum Schuljahr 2023/2024 hat sich die Anzahl der Schülerinnen und Schüler, die in dieser Zeit ein VABO in Stuttgart besucht hat, mehr als verdoppelt. Dies geht aus der Antwort des Kultusministeriums auf eine Kleine Anfrage der SPD-Landtagsabgeordneten Katrin Steinhülb-Joos hervor.
Das Problem ist jedoch, dass die Kapazität der VABO-Klassen begrenzt ist. „100 zugewanderte junge Menschen finden keinen Platz in Stuttgarter VABO-Klassen“, berichtet Steinhülb-Joos. Dies war der Stand zu Beginn des aktuellen Schuljahres. Der Großteil der Schüler*innen kommt aus der Ukraine. „Auch für diese Schüler*innen gilt die Schulpflicht. Viele von ihnen müssen ein Jahr warten, bis ein Platz für sie in den VABO-Klassen frei wird. Das ist nicht hinnehmbar, denn so laufen wir Gefahr, diese jungen Menschen zu demotivieren und zu verlieren“, erklärt die schulpolitische Sprecherin der SPD im Land.
Die Kleine Anfrage zeigt außerdem, dass viele Schüler*innen keinen Abschluss in den VABO-Klassen machen. So haben im Schuljahr 2022/2023 den vorläufigen Zahlen nach von den 584 Schüler*innen, die ein „VABO Arbeit/Beruf mit Schwerpunkt Erwerb von Deutschkenntnissen - gewerblich/hauswirtschaftlich/kaufmännisch“ besucht haben, 121 dieses ohne Abschlusszeugnis verlassen.
Für Steinhülb-Joos ist klar: „Wir müssen diese jungen Menschen endlich angemessen unterstützen. Ich bin mir sicher, dass sie es uns doppelt zurückzahlen werden“. Neben einem Ausbau der VABO-Klassen und mehr Personal hat die ehemalige Schulleiterin weitere Forderungen zur Verbesserung der Situation: „Baden-Württemberg sollte, wie andere Bundesländer, Teil des Deutschen Sprachdiploms werden, damit starke Schüler*innen dieses als Abschluss der VABO-Klasse erwerben können. Das verbessert die Chancen auf Ausbildung und Arbeit. Auch regelmäßige begleitende Praktika in Betrieben sind eine gute Möglichkeit, um das VABO noch praxisorientierter und attraktiver zu gestalten."
Katrin Steinhülb-Joos, SPD-Landtagsabgeordnete für Stuttgart
Steinhülb-Joos: Digitale Verwaltung als Belastung? - “Stuttgarts Schulen brauchen und verdienen Entlastung"!”
Die Digitalisierung der Schulen Stuttgarts verläuft wie im ganzen Land äußerst schleppend. Insbesondere die digitale Verwaltung lässt zu wünschen übrig. Viele Schulen fühlen sich von der Landesregierung im Stich gelassen. Letztere gibt sich noch gelassen.
Dies geht aus der Antwort auf einen Brief der SPD-Landtagsabgeordneten Katrin Steinhülb-Joos an Kultusministerin Theresa Schopper hervor. Auf Bitten mehrerer Schulleitungen aus Stuttgart hatte sich Steinhülb-Joos, ehemalige Schulleiterin aus Stuttgart, an das Kultusministerium gewandt.
Sei es die langwierige Umstellung auf die Digitale Bildungsplattform, diverse komplizierte Verwaltungssoftwares oder fehlende Informationen zum Startchancen-Programm: Stuttgarts Schulen wünschen sich mehr Einbezug und Gehör beim Kultusministerium.
„Digitale Verwaltung sollte für unsere Schulen Entlastung bedeuten und nicht zusätzliche Belastung. Unsere Schulleitungen und Lehrkräfte arbeiten bereits am Limit. Die digitale Verwaltung ist inzwischen viel zu unübersichtlich geworden und führt zu einem hohen Maß an Mehrarbeit für die Beschäftigten. Das ist nicht hinnehmbar, denn Stuttgarts Schulen brauchen und verdienen endlich Entlastung“, erklärt Steinhülb-Joos.
Die Landesregierung müsse rasch verschiedene Maßnahmen ergreifen, um die Schulen zu entlasten. „Klare Vorgaben zur Beantragung der Förderung durch das Startchancen-Programm, Unterstützung bei der Betreuung sowie die Optimierung der Statistiksysteme und nicht zuletzt die Einstellung von Verwaltungsassistenzen – an diesen Stellschrauben muss unsere Landesregierung endlich drehen“, fordert Steinhülb-Joos.
Besonders wichtig sei das, weil die außerunterrichtliche Mehrarbeit laut Studien ein großer Faktor für die Unzufriedenheit von Lehrkräften sei. „Wir brauchen ein einheitliches Verwaltungssystem in allen Schularten, Verwaltungen und Schulaufsicht. Die Schüler*innen-ID soll zwar kommen, aber auch hier muss das Kultusministerium endlich Ergebnisse vorweisen“, ergänzt Steinhülb-Joos.
Die Kultusministerin verbreitete in ihrem Antwortschreiben noch keinen Optimismus. So seien etwaige Maßnahmen von der Bereitstellung der jeweiligen Haushaltsmittel abhängig.
Katrin Steinhülb-Joos, SPD-Landtagsabgeordnete für Stuttgart
Katrin Steinhülb-Joos: “Die kostenlose Bereitstellung alter Prüfungsaufgaben ist richtig und überfällig”
Verspätet hat sich die Landesregierung nun dazu entschlossen, dem Drängen der SPD-Fraktion nach einer kostenlosen Bereitstellung alter Abituraufgaben nachzugeben. Für SPD-Landtagsabgeordnete Katrin Steinhülb-Joos ist dies ein wichtiger wie überfälliger Schritt auf dem Weg zu mehr Bildungsgerechtigkeit.
Bereits im vergangenen Oktober hatte die schulpolitische Sprecherin der Fraktion gemeinsam mit ihrem Kollegen Dr. Stefan Fulst-Blei in einem gemeinsamen Antrag gefordert, dass die Landesregierung dafür Sorge tragen solle, die kostenlose Bereitstellung alter Abituraufgaben zu ermöglichen.
Damals lehnte das Kultusministerium diese Forderung unter anderem mit Verweis auf das Urheberrecht ab. Wie sich ein Jahr später herausstellt, scheint dies nicht mehr als die reflexartige Ablehnung eines Vorschlags aus der Opposition gewesen zu sein, wie wir es immer wieder erleben, erklärt Steinhülb-Joos.
So gut es auch sei, dass das Kultusministerium verspätet Einsicht zeigt, so wichtig werde es sein, dass die SPD-Fraktion in der Zukunft die Erklärungen der Landesregierung zur fehlenden Machbarkeit wichtiger Maßnahmen noch kritischer begleiten werde, resümiert Steinhülb-Joos.
Steinhülb-Joos: „Nichtsdestotrotz ist diese Entscheidung zwar verspätet, aber nach wie vor richtig. Wie es in anderen Bundesländern längst gängige Praxis ist, sollen sich auch in Baden-Württemberg künftig Abiturient*innen mit kostenlosen alten Abituraufgaben, die im Internet veröffentlicht werden, vorbereiten können.“
Für Steinhülb-Joos ist klar, dass Bildungsgerechtigkeit „keine hohle Phrase“ sein dürfe. Umso wichtiger sei es, dass sich diese Entscheidung des Kultusministeriums nicht nur auf die Abitursaufgaben beschränkt, sondern auf alle Prüfungsformate ausgeweitet werde. Auch die Aufgaben der Hauptschulabschlussprüfung und der Realschulabschlussprüfung vergangener Jahre sollten nach Ansicht der Abgeordneten zur Verfügung gestellt werden.
Als ehemalige Rektorin einer Gemeinschaftsschule ist Steinhülb-Joos überzeugt: „Vergangene Prüfungen durchzuarbeiten, gibt Sicherheit und ist eine sehr gute Vorbereitung auf anstehende Prüfungen. Sich da durchzubeißen lohnt sich!“
Katrin Steinhülb-Joos, SPD-Landtagsabgeordnete für Stuttgart
Katrin Steinhülb-Joos: “Das ist zu wenig für das Wichtigste, das wir haben: unsere Kinder”
SPD kritisiert die Regierungserklärung des Ministerpräsidenten zum Bildungspaket der Landesregierung
„Dass der Ministerpräsident die Chance einer Bildungsallianz vertan hat, ist nicht gut für unser Land. Aber richtig verheerend für unser Land ist, dass er nicht versteht, wie groß die Aufgaben in der Bildungspolitik sind“, lautet das Votum der SPD-Landtagsabgeordneten Steinhülb-Joos nach der Regierungserklärung des Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann zum Bildungspaket der Landesregierung am Dienstag.
„Sie flicken nur, wo es am Nötigsten ist“, wirft Steinhülb-Joos dem Ministerpräsidenten vor. Notwendig wäre es Steinhülb-Joos zufolge, eine hochwertige Förderstruktur an den Kitas aufzubauen und das letzte Kindergartenjahr verbindlich zu machen.
Direkt an Kretschmann adressiert fragt Steinhülb-Joos: „Glauben Sie ernsthaft, dass ihr Sprachförderpaket in Kita und Grundschule schnell wirken kann, wenn sie für die kommenden beiden Jahre kaum zusätzliche Mittel zur Verfügung stellen? Was passiert mit den 60.000 Kindern in Baden-Württemberg, die keinen Kita-Platz haben?“
Bezeichnend ist außerdem, dass die Inklusion weder im Papier der grün-schwarzen Koalition, noch in deren Äußerungen im Landtag auch nur mit einer Silbe erwähnt werde. „Inklusion ist ein verbrieftes Recht für unsere Kinder und Jugendlichen. Dass die Landesregierung hierzu keine Maßnahmen mitbedenkt, ist unfassbar“, betont Steinhülb-Joos.
Die schulpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion stellt klar: „Wir brauchen ein Land, in dem Bildung in der Kita beginnt, in dem Angebote wie Ganztag nicht nur an Brennpunkten geboten werden. Ein Land, in dem Frühförderung, Integration und Inklusion selbstverständlich sind. Wir brauchen zwei attraktive und gleichwertige Säulen in der Sekundarstufe – und eine starke berufliche Bildung. Das, was der Ministerpräsident vorlegt, ist zu wenig für unser Land. Das ist zu wenig für die Zukunft. Und viel zu wenig für das Wichtigste, das wir haben: unsere Kinder.
Katrin Steinhülb-Joos, SPD-Landtagsabgeordnete für Stuttgart
Steinhülb-Joos: “Die Weiterfinanzierung von Yad be Yad ist ein wichtiges Signal und ein schönes Beispiel dafür, dass sich parlamentarische Arbeit auszahlt”
Die wertvolle Präventionsarbeit von Yad be Yad gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit kann fortgesetzt werden. Vor wenigen Tagen kam die positive Nachricht aus dem Kultusministerium an Projektträger Kubus e.V. Vorerst können bis Ende 2024 Workshops durch Schulen gebucht werden.
Veronica Sartore, Leiterin von Yad be Yad, äußerte sich erfreut über das erfolgreiche Engagement von Steinhülb-Joos: „Wir bei Kubus e.V. und ich als Projektleiterin sind sehr glücklich darüber, da der Bedarf nach Workshops über Rassismus und Antisemitismus an Schulen sehr hoch ist. Die Durchführung der Workshops durch unsere jüdisch-muslimische Tandems bietet außerdem eine einzigartige Chance der Begegnung und des Dialogs für Schüler*innen und Interessierte. Mit der Weiterförderung wird die Wichtigkeit der Bildungsarbeit gegen Antisemitismus und Rassismus sowie für die Sichtbarkeit jüdischen und muslimischen/migrantischen Lebens in diesen herausfordernden Zeiten deutlich gemacht. Wir sind nun mit der Förderung in der Lage, bis Ende des Jahres weitere Workshops durchzuführen und neue Teamer*innen aus- und weiterzubilden. Ich bedanke mich sehr herzlich bei Frau Steinhülb-Joos und ihrem Team: ihr Einsatz für eine Weiterförderung des Projekts war ausschlaggebend.“
Auch Katrin Steinhülb-Joos (schulpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion) zeigt sich zufrieden: „Ich freue mich sehr, dass sich unsere parlamentarische Arbeit auszahlt. Ein solch wichtiges Projekt wie „Yad be Yad“ durfte nicht enden. Diese Rückmeldung habe ich auch an den Schulen vor Ort erhalten, die bereits am Projekt teilgenommen haben und davon sehr überzeugt sind. Besonders positiv hervorgehoben wird das professionelle Setting, in dem die Gespräche ablaufen. Schülerinnen und Schüler können in einem geschützten Rahmen sagen, was ihnen auf dem Herzen liegt. So wird Verständnis füreinander aufgebaut und schwarz-weiße Denkmuster abgebaut“. Die Weiterfinanzierung sei ein wichtiges Signal, so die Abgeordnete. Sie freue sich sehr für das gesamte Team von Kubus e.V. und dass Schulen weiterhin vom Programm profitieren können.
Hintergrund:
Das Projekt „Yad be Yad“ der Organisation Kubus e.V. schafft Begegnungsräume und Bildungsangebote für jüdische und muslimische junge Menschen sowie für junge Menschen mit Migrations- und Fluchtgeschichte. Angesichts der neuerlichen Eskalation im Nahost-Konflikt ist diese Arbeit wichtiger denn je. Wenig verwunderlich, dass das Projekt, welches im Oktober 2021 startete, an den Schulen des Landes mittlerweile hoch angesehen und sehr beliebt ist. Die Finanzierung von „Yad be Yad“ war allerdings nur noch bis Ende März 2024 von der BW-Stiftung gesichert.
Die SPD-Landtagsabgeordnete Katrin Steinhülb-Joos sorgte durch eine parlamentarische Initiative dafür, dass auch die Landesregierung um die Bedeutsamkeit des Projektes erfahren und sich letztendlich handlungsbereit gezeigt hat. Die zweite Förderphase läuft nun mit finanzieller Unterstützung des Kultusministeriums bis zum 31. Dezember 2024.
Katrin Steinhülb-Joos, SPD-Landtagsabgeordnete für Stuttgart
Katrin Steinhülb-Joos: “Schulsozialarbeit muss sein, und das Land muss seinen Anteil leisten”
Zu dpa: „Gewalt an Schulen nimmt zu – Lehrer fordern mehr Sozialarbeiter“
„Für mehr Prävention vor Gewalttaten brauchen wir dringend Schulsozialarbeit an allen Schulen“, sagt Katrin Steinhülb-Joos, schulpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion: „Es kann nicht sein, dass immer noch etwa ein Viertel aller Schülerinnen und Schüler in Baden-Württemberg überhaupt keinen Zugang zu dieser wichtigen Jugendhilfeleistung hat. Das muss sich ändern. Auch, indem das Land muss endlich wieder mindestens ein Drittel der Kosten für die Kommunen fördert – so wie es eigentlich zugesagt war.“
Steinhülb-Joos: „Es zeigt sich, dass auch die schulpsychologischen Beratungsstellen dringend ausgebaut werden müssen. Denn die schulpsychologische Beratung entlastet unsere Lehrkräfte, unterstützt den Schulfrieden und bietet konkrete Hilfen für alle Betroffenen, deren Eltern und Lehrkräfte. Schülerinnen und Schüler brauchen nicht nur Unterstützung beim Lernen, sondern auch in ihrer sozialen Entwicklung und ganz besonders bei Problemen, die auch außerhalb der Schule entstanden sein können, aber eben in die Schulen hineinwirken. Das schaffen wir nur mit entsprechendem Fachpersonal vor Ort.“
Dr. Hendrik Rupp
Pressestelle
Katrin Steinhülb-Joos: “Nur mit gesunden Lehrkräften kann Unterricht überhaupt stattfinden”
Zu Meldung VBE: Traurige Höchststände bei Erkrankungen von Lehrinnen und Lehrern
„Die Zahlen des VBE zur Lehrergesundheit zeigen deutlich: Unsere Lehrkräfte und Schulleitungen brauchen mehr Entlastung.“, sagt Katrin Steinhülb-Joos, schulpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion: „Es braucht zusätzliche pädagogische Assistentinnen und Assistenten, der flächendeckende Einsatz von Schulverwaltungsassistenzen, IT-Fachkräften und multiprofessionellen Teams, eine größere und unmittelbar an der Schule abrufbare Krankheitsreserve. Und es braucht, sobald mehr Lehrkräfte gewonnen werden können, kleinere Klassen, am dringendsten an Brennpunkten und an Schulen mit besonderen Herausforderungen. Das alles sind nur einige von vielen Stellschrauben, die echte Verbesserungen an unseren Schulen bewirken. Damit sich Lehrkräfte wieder auf den Unterricht konzentrieren können und Schulleitungen auf das pädagogische Konzept der Schule. Denn nur mit gesunden Lehrkräften findet Unterricht überhaupt statt und nur so kann unser Bildungssystem erfolgreich sein.“
Dr. Hendrik Rupp
Pressestelle
Katrin Steinhülb-Joos: “Chancen nützen, weiter verbessern: Aufatmen ist nicht angebracht!”
SPD-Schulpolitikerin zur LPK mit der GEW zur Lehrkräftebedarfsprognose
„Wir brauchen im Land endlich eine Lehrkräfteversorgung, die nicht immer nur auf Kante genäht ist“, sagt Katrin Steinhülb-Joos, die schulpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion: „Und genau deshalb dürfen die aktuell positiven Prognosen auch nicht dazu führen, dass die grün-schwarze Landesregierung jetzt wieder die Hände in den Schoß legt und weiter in Stillstand verharrt. Vielmehr muss die Chance genutzt werden, endlich nachhaltig bessere Rahmenbedingungen zu schaffen – für unsere Lehrkräfte ebenso wie für alle Schülerinnen und Schüler.“
Steinhülb-Joos: „Das heißt auch, die Studienplätze im Lehramt weiter auszubauen. Das heißt, die Krankheitsvertretungsreserve deutlich aufzustocken und unbedingt wieder den Schulen direkt zuzuweisen, so dass diese an den Schulen verortet und jederzeit einsetzbar sind. Damit ständiger Unterrichtsausfall an unseren Schulen zukünftig nicht mehr zum Alltag gehört, sondern stattdessen Zeit für individuelle Unterstützung bleibt. Das heißt auch die Umsetzung der Inklusion, auch durch das Zwei-Pädagogen-Prinzip. Das heißt auch Ganztag, der mehr Bildungsgerechtigkeit für alle bringt. Und das heißt auch unbedingt ergänzend Ethik-Unterricht an den Grundschulen.“
„Aufatmen ist nicht angebracht“, sagt Steinhülb-Joos: „Stattdessen müssen alle Bemühungen weiter intensiv fortgeführt werden und weiterhin alle Mittel ergriffen werden, die unsere Schulen verbessern. Hier und jetzt gibt es genug zu tun.“
Dr. Hendrik Rupp
Pressestelle
Steinhülb-Joos: “Sprache ist unser Werkzeug für den Kultureintritt und die Überwindung von Grenzen”
SPD-Landtagsabgeordnete Katrin Steinhülb-Joos und der französische Generalkonsul in Stuttgart, Gaël de Maisonneuve, betonen die Wichtigkeit des Französischunterrichts
Katrin Steinhülb-Joos, schulpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, nutzte ein Treffen mit dem französischen Generalkonsul, Gaël de Maisonneuve, um über den Französischunterricht an den Schulen in Baden-Württemberg zu sprechen. Im August letzten Jahres hatte sie einen Antrag beim Kultusministerium eingereicht, um sich nach dem Thema zu erkundigen. "Die Schulen haben Schwierigkeiten, muttersprachliches Personal für den bilingualen Unterricht zu finden, auch für den muttersprachlichen Unterricht an Abibac-Schulen", resümierte Steinhülb-Joos und schlug daher vor, Lehrkräfte, die im Ausland eine Lehrerausbildung absolviert haben und nur ein Fach (in diesem Fall Englisch oder Französisch) unterrichten, dauerhaft an der Grundschule oder an Abibac-Schulen einzusetzen. Das Bildungsministerium lehnt diesen Vorschlag für Grundschulen jedoch ab und begründet seine Ablehnung mit dem Umfang des Fremdsprachenunterrichts in den Grundschulen.
Steinhülb-Joos zeigt sich enttäuscht von der ablehnenden Haltung des Kultusministeriums und kündigt an, genau zu beobachten, wie es an dieser Stelle nun weitergeht. Gerade in Baden-Württemberg seien die Bande zu Frankreich so stark, dass der Französischunterricht an Grundschulen entlang der Rheinschiene gestärkt werden müsse. Dabei gebe es auch ganz konkrete Lösungsansätze: „Viele Schulen beklagen sich über komplizierte Antrags- und Genehmigungsverfahren für die Einrichtung eines bilingualen deutsch-französischen Zuges und für die Umwandlung von Förderstunden für den Sprachunterricht Französisch ab Klassenstufe eins und zwei“, berichtet Steinhülb-Joos.
Die Initiative der Bildungsexpertin entging auch dem Generalkonsul Gaël de Maisonneuve nicht, der an der Pressekonferenz der Regierung zu diesem Thema teilgenommen hat. Er betonte die Bedeutung des Fremdsprachenunterrichts für die deutsch-französischen Beziehungen und begrüßte das Engagement der Akteure im Bundesland. Er hat den Besuch der 17 ABIBAC-Gymnasien fast abgeschlossen und trifft sich regelmäßig mit den Lehrkräften, die das Rückgrat dieser Politik bilden.
Katrin Steinhülb-Joos, SPD-Landtagsabgeordnete für Stuttgart
Katrin Steinhülb-Joos: “Inklusion ist ein Grundrecht. Das muss auch Grün-Schwarz endlich begreifen”
SPD-Schulpolitikerin zur Pressekonferenz des VBE zur Sonderpädagogik im Land
„Inklusion ist ein Grundrecht. Und Inklusion ist nicht verhandelbar. Das muss auch Grün-Schwarz endlich begreifen“, sagt die schulpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Katrin Steinhülb-Joos: „Aktuell verwehrt die Regierung mit ihrer stiefmütterlichen Behandlung der Sonderpädagogik vielen Kindern und Jugendlichen das Recht auf echte Inklusion. Fehlende Lehrkräfte, hoher Unterrichtsausfall, wenig Zeit für individuelle Betreuung: Das hat rein gar nichts mehr mit fairen Bildungschancen zu tun. Und das ist ein Zustand, den wir nicht akzeptieren dürfen und den wir uns nicht leisten können.“
Steinhülb-Joos: „Der Studienplatzausbau darf nicht stoppen, es braucht ihn überall im Land. Auch vor dem Hintergrund, dass die Zahlen von Schülerinnen und Schülern mit Autismus-Spektrum steigen. Es braucht auch wesentlich mehr Unterstützungskräfte. Vor allem aber dürfen wir nicht vergessen: Inklusion ist Aufgabe aller Schularten. Und da gibt es insbesondere an den Gymnasien erheblichen Nachholbedarf. Generell kann die Umsetzung der Inklusion aus Sicht der Sonderpädagoginnen und Sonderpädagogen als nicht geglückt bezeichnet werden. Die Landesregierung darf die hohe Motivation, die sonderpädagogische Lehrkräfte laut der VBE-Umfrage trotz allem noch aufbringen, nicht aufs Spiel setzen. Dafür muss auch der Studiengang attraktiver werden. Nur eine gute Idee von vielen ist hier ein bezahltes integriertes Semesterpraktikum.“
Dr. Hendrik Rupp
Pressestelle
Lehrkräftemangel und Unterrichtsausfall? - “Im Kultusministerium fehlt es nicht nur an Kreativität, sondern auch am nötigen Willen”
Ein weiteres Beispiel absurder Regelungen bei der Bewerbung von Lehrkräften veranlasst Katrin Steinhülb-Joos, schulpolitische Sprecherin der SPD im Landtag, zu scharfer Kritik an der Landesregierung. Hoffnungen setzt sie hingegen auf das Einwirken der eigenen Partei in einer möglichen Bildungsallianz.
Über das Modell des Seiten- oder Direkteinstiegs kommen immer mehr Lehrkräfte an die Schulen. Schwieriger scheinen es jedoch die Lehrkräfte zu haben, die in Baden-Württemberg lediglich ein anerkanntes Schulfach studiert haben. Trotz weiterer Zusatzqualifikation, wie z.B. „Deutsch als Zweitsprache“, die angesichts immer heterogener Klassen immer wichtiger sind, werden diese Lehrkräfte laut Kultusministerium „nur nachrangig im Lehrereinstellungsverfahren behandelt“.
Selbst wenn Lehrkräfte proaktiv auf einzelne Schulen zugehen, können die Schulen sie aufgrund der Vorgaben des Kultusministeriums und dem starren Vorgehen im Lehrereinstellungsverfahren nicht einstellen. Für Katrin Steinhülb-Joos (schulpolitische Sprecherin der SPD im Landtag), die sich aufgrund des geschilderten Umstands nach dem publik gewordenen Fall einer Kunstlehrerin aus NRW erneut in einem Ministerinnenbrief an Kultusministerin Theresa Schopper wandte, ist das unverständlich. „Der bestehende Lehrkräftemangel erfordert flexible und kreative Lösungsansätze. Wir dürfen die motivierten Lehrkräfte, die über mehr als ausreichende Qualifikationen verfügen, nicht derart vergraulen. Das Kultusministerium klammert sich aber geradezu an veraltete Vorgaben. Mir scheint, dass es nicht nur an Kreativität, sondern auch schlichtweg am Willen fehlt, die Situation an den Schulen zu verbessern.“
Doch was könnte helfen? Steinhülb-Joos fordert einen leichteren Einstieg für die sogenannten Ein-Fach-Lehrkräfte. Zudem sollte man über die Anerkennung der Fächer „Deutsch als Zweitsprache“ sowie „Deutsch als Fremdsprache“ in Baden-Württemberg erwägen. Laut der ehemaligen Rektorin sei es außerdem wichtig, dass Ein-Fach-Lehrkräfte problemlos neben ihrem Job noch ein zweites Fach oder entsprechende Zusatzqualifikationen erwerben könnten. Immerhin: letzteres stellt nun auch die Kultusministerin in ihrem Antwortschreiben in Aussicht.
Steinhülb-Joos fordert nun schnelles Handeln und setzt dabei auch auf den Einbezug der eigenen Partei. „Sollte es zur Bildungsallianz kommen, können wir als SPD sicher unseren Teil beitragen. In Baden-Württemberg fällt aktuell so viel Unterricht aus wie noch nie. Für dieses Problem wollen wir Lösungen anbieten.“
Katrin Steinhülb-Joos, SPD-Landtagsabgeordnete für Stuttgart
Steinhülb-Joos: “Ein gutes Zeichen, aber Yad be Yad muss jetzt weiterfinanziert werden, sonst macht sich die Regierung unglaubwürdig”
Auf Druck der SPD – Landesregierung stellt Weiterfinanzierung jüdisch-muslimischen Bildungsprojektes in Aussicht
Das Projekt „Yad be Yad“ der Organisation Kubus e.V. schafft Begegnungsräume und Bildungsangebote für jüdische und muslimische junge Menschen sowie für junge Menschen mit Migrations- und Fluchtgeschichte. Angesichts der neuerlichen Eskalation im Nahost-Konflikt ist diese Arbeit wichtiger denn je. Wenig verwunderlich, dass das Projekt, welches im Oktober 2021 startete, an den Schulen des Landes mittlerweile hoch angesehen und sehr beliebt ist. Finanziert wird „Yad be Yad“ allerdings nur noch bis Ende März 2024 von der BW-Stiftung.
Die SPD-Landtagsabgeordnete Katrin Steinhülb-Joos sorgte nun durch eine parlamentarische Initiative dafür, dass auch die Landesregierung um die Bedeutsamkeit des Projektes erfahren und Handlungsbereitschaft signalisiert hat. „In erster Linie bin ich erleichtert, dass die Landesregierung auf dieses wichtige Projekt aufmerksam geworden ist. Das bestätigt mich in meiner Arbeit. Zurücklehnen werden wir uns aber nicht, sondern genau beobachten, wie es an dieser Stelle nun weitergeht. Dafür sind solche Projekte einfach zu wichtig“, erklärte Steinhülb-Joos.
Die auslaufende Finanzierung müsse noch nicht das Ende des Projektes bedeuten, erklärte das Kultusministerium in einem Antwortschreiben auf einen Ministerbrief der SPD-Abgeordneten an Kultusministerin Theresa Schopper und Finanzminister Danyal Bayaz. Das zuständige Referat des Kultusministeriums wolle stattdessen das Gespräch mit Kubus e.V. suchen und eine mögliche finanzielle Unterstützung im Rahmen der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel zu prüfen.
Veronica Sartore, Leiterin von „Yad be Yad“, äußerte sich erfreut über das erfolgreiche Engagement von Steinhülb-Joos: „Es ist ein sehr positives Zeichen, dass die Politik erkennt, wie wichtig die Aufklärung ist zu den Themen Antisemitismus, Rassismus und zu den Debatten und der Polarisierung, die vom Israel-Palästina-Konflikt hier in Deutschland ausgelöst werden. Diese Arbeit könnten wir durch eine Verlängerung des Projekts weiterhin leisten. Darüber hinaus streben wir an, Inhalte weiter auszubauen, um Wissen über den Nahost-Konflikt zu vermitteln und den Bedürfnissen der Schulen noch besser entgegenzukommen.“
Auch Katrin Steinhülb-Joos (schulpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion) zeigte sich optimistisch, sieht die Landesregierung aber weiterhin in der Bringschuld: „Ich freue mich sehr, dass unsere parlamentarische Arbeit nun hoffentlich Früchte trägt. Ein solch wichtiges Projekt wie „Yad be Yad“ darf nicht enden. Diese Rückmeldung habe ich auch an den Schulen vor Ort erhalten, die bereits am Projekt teilgenommen haben und davon sehr überzeugt sind. Die Antwort der Landesregierung ist erstmal ein gutes Zeichen – jetzt sollten aber Taten folgen. Yad be Yad muss weiterfinanziert werden, sonst macht sich die Regierung unglaubwürdig.“
Katrin Steinhülb-Joos, SPD-Landtagsabgeordnete für Stuttgart
Steinhülb-Joos: “Fehlende Planung wird auf dem Rücken der Studierenden ausgetragen”
Ministerium hat keinen Terminplan für die dringende Sanierung der Stuttgarter Uni-Bibliothek
Seit September 2023 befindet sich die Universitätsbibliothek in der Stuttgarter Innenstadt im Minimalbetrieb. Grund ist die völlig veraltete Elektrik des Gebäudes an der Holzgartenstraße, die einen Schwelbrand verursacht hatte. Mit der Beseitigung des Missstands lässt sich das Ministerium Zeit, wie aus seiner Antwort auf eine kleine Anfrage hervorgeht.
Schließungen von Hörsälen und der Präsenzbestände der Unibibliothek in der Stuttgarter Innenstadt. Eine Bibliothek, die seit ihrer Errichtung 1961 nie hinreichend saniert worden ist. Ein Bücherbestand, der nicht vor eindringenden Ratten gesichert werden konnte. Ein Bibliotheksbetrieb, der erst durch einen Wasserschaden und seit dem vergangenen Jahr durch einen Schwelbrand in seiner Funktionstüchtigkeit stark eingeschränkt worden ist. Studierende, die nur eingeschränkt an die Fachliteratur herankommen und denen es an Arbeitsplätzen mit Steckdosen fehlt - das bedeutet Studieren in der Stuttgarter City.
„Der Zustand der Universitätsbibliothek gleicht einem Desaster - und das seit Monaten“, kritisiert die SPD-Landtagsabgeordnete Katrin Steinhülb-Joos. „Das zögerliche Verhalten und die fehlende Planung durch die Ministerialbürokratie unter der grünen Wissenschaftsministerin Petra Olschowski wird auf dem Rücken der Studierenden ausgetragen und beeinflusst die Attraktivität des Bildungsstandorts in der Landeshauptstadt“, sagt die Stuttgarter Parlamentarierin und stellt sich so hinter die Studierenden.
Die Universitätsbibliothek in der Stuttgarter Innenstadt ist nach einem Kabelbrand in der völlig veralteten Elektrik nur noch eingeschränkt nutzbar. Bücher können nur nach einer Online-Vorbestellung ausgeliehen werden. Der Präsenzbestand der Bibliothek, von dem am Innenstadt-Standort vor allem Studierende der Geisteswissenschaften profitieren, ist für Studierende seither unerreichbar. Bibliotheksarbeitsplätze sind in einem Containerbau und im Foyer, der Kataloghalle sowie im Vortragsraum untergebracht und werden von Studierendenvertretern als unzureichend beschrieben.
Einer Auflistung des Wissenschaftsministeriums zufolge haben sich die Arbeitsplätze mit Stromanschluss in der Stuttgarter Uni zwischen dem Sommersemester 2023 und dem aktuellen Wintersemester um 399 verringert. Hinzu kommt, dass aktuell Hörsäle geschlossen sind, weil die Universität Anfang Januar einer Einsparanforderung des Ministeriums folgt, nach welcher der ohnehin schon unterfinanzierte Uni-Betrieb 20 Prozent der zusätzlichen Energiekosten selbst aufbringen muss. Ministerin Olschowski bezeichnete das als Beitrag der Uni zum Klimaschutz.
Für Steinhülb-Joos ist das nicht nachvollziehbar. „Offenbar ist der Wissenschaftsministerin, die ja selbst Stuttgarter Landtagsabgeordnete ist, der reibungslose Betrieb einer der größten Universität im Lande samt der zugehörigen Bibliothek nicht so wichtig“, kritisiert die SPD-Abgeordnete. Die Studierenden sind nun wie in der Corona-Zeit auf Online-Vorlesungen angewiesen.
Auf schnelle Abhilfe können sich die Studierenden nicht verlassen, wie die Antwort der Ministerin auf eine Anfrage Steinhülb-Joos’ offenbart. Ein Terminplan für die Sanierung gibt es nicht, Geld scheint - momentan - zwar vorhanden, teilt das Ministerium mit, allerdings könne das mangels Planung nicht ausgegeben werden. Grundlage der Planung sei ein Betriebskonzept der Uni-Bibliothek, das neben dem Standort in der Stadtmitte auch das Gebäude in Stuttgart-Vaihingen einbezieht. Neben der Erarbeitung einer Grundkonzeption soll eine Taskforce den Betrieb der Bibliothek weiterhin sichern - ein denkbar vages Konzept, so Steinhülb-Joos.
Den Standort Vaihingen nennt das Ministerium auch als Ausweichmöglichkeit für Studierende, die keinen der 275 Arbeits- und Leseplätze in der Innenstadt ergattern konnten. Zwar bietet die Großbücherei an sieben Tagen die Woche Zugang von 10.00 bis 22.00 Uhr. Allerdings hilft das Angebot aufgrund der Entfernung zwischen Hörsaal und Arbeitsplatz und der unsicheren S-Bahnverbindung von mindestens einer halben Stunde Fahrzeit den Studierenden nicht viel. Auch andere Bibliotheken nennt das Ministerium als Ausweichmöglichkeiten, was die Studierendenvertreter allerdings ebenfalls als unzureichend beschreiben.
Von der Idee, einen Ersatzneubau zu errichten, ist das Ministerium mittlerweile abgerückt. Anders als in einer Anfrageantwort von 2022 (Drucksache 17/2380) ist laut aktueller Auskunft kein Ersatzneubau geplant. Stattdessen soll das Altgebäude saniert und effizienter gemacht werden. Der Interimsbetrieb soll es vermutlich an der Holzgartenstraße weitergehen, sofern Vermögen und Bau keinen passenden Ersatzbau findet. „Auch diese Unwägbarkeiten sprechen nicht gerade von einem fortgeschrittenen Konzept für einen alten Problemfall“, so Steinhülb-Joos.
Katrin Steinhülb-Joos, SPD-Landtagsabgeordnete für Stuttgart
Auf einen Weihnachtspunsch mit Katrin Steinhülb-Joos be der Bürger*innensprechstunde am Samstag, 16. Dezember 2023
Die Landtagsabgeordnete aus dem Wahlkreis Stuttgart IV lädt wieder interessierte Bürger*innen zum persönlichen Gespräch ein. Am 16. Dezember steht die ehemalige Rektorin der Altenburg-Gemeinschaftsschule von 11:00 bis 13:00 Uhr in ihrem Wahlkreisbüro allen Interessierten Rede und Antwort. Während der Sprechstunde wird es alkoholfreien Weihnachtspunsch geben. Das Büro befindet sich mitten in der Cannstatter Altstadt unweit vom Marktplatz in der Spreuergasse 25.
„Ich finde es wichtig, niederschwellig erreichbar zu sein. So kann ich mich am besten um die Anliegen der Bürger*innen kümmern“, so Steinhülb-Joos. Aus diesem Grund bietet die schulpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion regelmäßig Bürger*innensprechstunden an.
Im Landtag ist die Parlamentarierin stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses für Kultus, Jugend und Sport. Dazu ist sie Mitglied im Ausschuss für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft sowie im Ausschuss für Europa und Internationales. Neben der Zuständigkeit für ihren Wahlkreis Stuttgart IV ist Steinhülb-Joos Betreuungsabgeordnete für die gesamte Stadt und hat somit für die Anliegen aller Stuttgarter*innen ein offenes Ohr.
Haben Sie ebenfalls Interesse daran, mit Katrin Steinhülb-Joos im persönlichen Gespräch in Kontakt zu treten? Melden Sie sich gerne per Mail an katrin.steinhuelb joos@spd.landtag bw.de oder telefonisch unter 0711 2063-7250.
Katrin Steinhülb-Joos, SPD-Landtagsabgeordnete für Stuttgart
Steinhülb-Joos: “So werden Schüler*innen abhängig von ihrer sozialen und kulturellen Herkunft benachteiligt”
Zum Tag der Bildung fordert die Stuttgarter SPD-Abgeordnete Bildungschancen gerechter zu verteilen.
Die schulpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Katrin Steinhülb-Joos, fordert die Landesregierung auf, allen Schüler*innen gleichberechtigte Chancen auf einen erfolgreichen Bildungsweg zu ermöglichen.
Wie aus der aktuellen, repräsentativen forsa-Umfrage „Optimistisch aber systemkritisch – Der Übergang von der Schule in den Beruf im Stimmungsbild junger Menschen“ hervorgeht, ist nur knapp ein Drittel (32%) aller befragten Jugendlichen und jungen Erwachsenen der Meinung, dass alle Kinder in Deutschland unabhängig von ihrer sozialen und kulturellen Herkunft die gleichen Chancen auf gute Bildung haben. 2018 haben dieser Annahme noch mehr als die Hälfte (51%) der Befragten zugestimmt.
Die ehemalige Rektorin einer Gemeinschaftsschule, Steinhülb-Joos, ist von dem Wandel im Stimmungsbild der befragten Personen nicht überrascht, schließlich lasse sich dieser auch mit Daten belegen. Die Zahl junger Erwachsener ohne abgeschlossene Berufsausbildung steigt seit 8 Jahren kontinuierlich an. „Die Jugendlichen“, so die Stuttgarter Abgeordnete, „haben ein Recht auf Unterstützung – unser Staat kann sich so viele Schülerinnen und Schüler ohne Abschluss einer dualen, schulischen oder akademischen Ausbildung definitiv nicht leisten.“
Steinhülb-Joos fordert die Landesregierung auf, mehr in die berufliche Orientierung zu investieren, denn jeder Euro sei eine Investition in die Zukunft und zahle sich mehrfach aus. Tatsächlich hat die grün-schwarze Landesregierung zuletzt ein schlechtes Bild beim Ausbau von Angeboten der Berufsorientierung abgegeben; im September vergangenen Jahres war ein Gesetzentwurf der SPD gescheitert, die verbindliche Berufsorientierung auch an Gymnasien im Schulgesetz zu verankern. Ministerin Schopper selbst räumte ein, an Gymnasien stünde allein die Studierfähigkeit im Mittelpunkt.
Aus falscher Sparsamkeit ist die Landesregierung darüber hinaus aus der Co-Finanzierung der Berufseinstiegsbegleitung (BereB) ausgestiegen – und hat damit einer erfolgreichen Fördermaßnahme ohne Not das finanzielle Fundament entzogen. Das Programm spricht junge Menschen in schwierigen Lebenslagen an. Von den knapp 3.000 Teilnehmer*innen konnten über 70 Prozent in Ausbildung und weiterführende Maßnahmen vermittelt werden. Trotzdem stoppt die Landesregierung anders als das Nachbarland Bayern die Co-Finanzierung dieser wichtigen Einrichtung. Das Land Baden-Württemberg war zu einem Viertel an der Finanzierung des Programms beteiligt; 50 Prozent der Kosten übernahm die Bundesagentur für Arbeit und 25 Prozent wurden durch dritte Partner wie Kommunen, Landkreise oder Vereine finanziert. Das Land Bayern übernimmt nun sogar 50 Prozent der Kosten. Die Berufseinstiegsbegleitung findet an Gemeinschaftsschulen, Werkrealschulen, Realschulen und Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren statt. Steinhülb-Joos: „Damit adressiert es zielgenau diejenigen, die am meisten von der Begleitung profitieren – ein wichtiges Instrument für mehr Bildungsgerechtigkeit.“
Die Abgeordnete Steinhülb-Joos sieht sich mit bekannten Mustern konfrontiert. Es sei an der Zeit, dass die Landesregierung Defizite nicht nur eingesteht, sondern endlich behebt. Berufsorientierung sei ein derart heikler Moment im Leben eines jungen Menschen, dass hier alle möglichen Optionen auf den Tisch kommen müssen. Dabei komme es besonders auf das richtige Timing an, ist sich Steinhülb-Joos sicher: „Wer nicht schon in der Schule angesprochen, unterstützt und umfassend begleitet wird, droht verlorenzugehen.“ Den Moment zu nutzen und junge Menschen anzusprechen, solange sie noch in der Schule sind, sei immens wichtig und mache die Berufseinstiegsbegleitung so erfolgreich. „Wenn Grün-Schwarz nicht endlich ins Handeln kommt, trägt diese Landesregierung schwere Verantwortung an vielen komplizierten und viel zu oft missglückten Starts in das Berufsleben“, so Steinhülb-Joos.
Katrin Steinhülb-Joos, SPD-Landtagsabgeordnete für Stuttgart
Hintergrund: In Baden-Württemberg gibt es eine hohe und zuletzt gestiegene Zahl an jungen Menschen im Alter von 20 bis 34 Jahren ohne Abschluss einer dualen, schulischen oder akademischen Ausbildung. 2022 lag ihre Zahl bei 379.000, ihr Anteil innerhalb dieser Altersklasse lag bei 17,7 Prozent (Bund: 19,2 Prozent).
Quelle: Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, Statistisches Monatsheft Baden-Württemberg 8/2023 – „Junge Erwachsene ohne abgeschlossene Berufsausbildung“
Schon im Sommer hatten Schülerinnen und Schüler in Baden-Württemberg angegeben neben mehr politischer und praktischer Bildung vor allem bessere Orientierung bei der Frage zu erwarten, welchen Beruf sie ergreifen sollen. Das waren laut einem Bericht des Südwestrundfunks die wichtigsten Forderungen, die 50 Mitglieder von regionalen Jugendkonferenzen an Kultusministerin Theresa Schopper und Landessozialminister Manfred Lucha (beide Grüne) bei einem Treffen in Stuttgart gestellt hatten.
Wertvoll für unsere Gesellschaft: Gemeinschaftsschulen stärken!
In der Woche der Gemeinschaftsschulen wirbt die SPD-Fraktion im Land für eine nachhaltige Stärkung der Schulart. Die schulpolitische Sprecherin Katrin Steinhülb-Joos fordert mehr Oberstufen und bekennt sich klar zu den Gemeinschaftsschulen im Land.
Die Stuttgarter Abgeordnete Katrin Steinhülb-Joos nutzt die Woche der Gemeinschaftsschulen und bekennt sich zur Schulart, welche für Schüler*innen im Land vielfältige Möglichkeiten bereithält, Stärken auszubauen und sich fachlich wie menschlich weiterzuentwickeln. „An unseren Gemeinschaftsschulen im Land wird hervorragende Arbeit geleistet. Die Schüler*innen haben hier die Chance in ihrem eigenen Tempo zu lernen – welche Schulart kann das sonst bieten?“, fragt Katrin Steinhülb-Joos, schulpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion in Baden-Württemberg. „Die Gemeinschaftsschulen sind starke Schulen, weil sie einerseits Begabungen fördern und gleichzeitig durch individuelle Betreuung ein intensives Arbeiten an Entwicklungsfeldern ermöglichen.“
Die Gemeinschaftsschulen bieten Schüler*innen niveaudifferenziertes Arbeiten zu jedem Zeitpunkt an, ohne dass die Schüler*innen dafür die Schule verlassen müssen. Die Lerngruppe bleibt zusammen, Lehrkräfte kümmern sich über einen langen Zeitraum intensiv um die Lerngruppen. Eine Entscheidung über den eigenen Abschluss fällt erst in der 9. oder 10. Klasse. „Darüber hinaus leisten die Gemeinschaftsschulen mit ihrer vielfältigen Schülerschaft einen wichtigen Beitrag zur Integration und bereiten auf die verschiedensten Berufe oder das Studium vor. Das bietet einen absoluten Mehrwert für unsere Gesellschaft“, erklärte Steinhülb-Joos.
Die Zahlen sprechen dabei für sich. Nicht nur die Anzahl der Gemeinschaftsschulen in BW wächst stetig an, sondern auch die Anmeldezahlen der Schüler*innen steigen deutlich. Im Schuljahr 2022/23 gab es bereits 337 Gemeinschaftsschulen in Baden-Württemberg. Zum Vergleich: im Startjahr 2012/13 gab es gerade einmal 42 Schulen. Zudem entscheiden sich mehr Schüler*innen für die Gemeinschaftsschule. Für das aktuelle Schuljahr gab es 700 Anmeldungen mehr als im Schuljahr 2022/23.
Darum sei es Aufgabe der Landesregierung, die Voraussetzungen zu schaffen, damit effizientes Lernen an den Gemeinschaftsschulen auch tatsächlich ermöglicht wird, so Steinhülb-Joos. „Die Gemeinschaftsschulen werden noch zu wenig in den Blick genommen, obwohl sie etablierter Bestandteil unserer Bildungslandschaft sind. Mein aktueller Besuch an der Gemeinschaftsschule Weilimdorf wie auch der Besuch der Schickhardt-Gemeinschaftsschule, Körschtal-Gemeinschaftsschule, der Eichendorff-Gemeinschaftsschule und der Altenburg-Gemeinschaftsschule in Stuttgart hat mich darin bestätigt.“
Handlungsbedarf sieht Steinhülb-Joos beim Ausbau der Oberstufen an den Gemeinschaftsschulen im Land: „Alle Schüler*innen sollen die Chance haben, an Gemeinschaftsschulen ihr Abitur zu machen. Das wäre ein wichtiges Zeichen, damit alle sehen, dass diese Schulart tatsächlich zu allen Abschlüssen führt“. Mit der Aussicht auf ein Abitur an der eigenen Schule würden sich auch mehr Schüler*innen, die auf dem M-Niveau lernen, überlegen, das Abitur anzustreben.
In der Landeshauptstadt gibt es bislang lediglich an einer Gemeinschaftsschule eine Oberstufe. „Andere Standorte scharren schon mit den Hufen. Die Schüler*innen und die Eltern haben ebenfalls großes Interesse daran, dass die Gemeinschaftsschulen auf diese Weise ausgebaut werden. Die grün-schwarze Landesregierung muss jetzt beweisen, wie wichtig ihr die Gemeinschaftsschulen tatsächlich sind“, ergänzte die ehemalige Leiterin der Altenburg-Gemeinschaftsschule.
Katrin Steinhülb-Joos, SPD-Landtagsabgeordnete für Stuttgart
Steinhülb-Joos: “Mehr denn je benötigen Schulen tiefgreifende Unterstützung bei der Einordnung des Nahostkonflikts”
SPD-Landtagsabgeordnete Steinhülb-Joos fordert Weiterfinanzierung des Projekts „Yad be Yad“ zur jüdisch-muslimischen Verständigung
Für Lehrkräfte wird der Nahostkonflikt immer mehr zur Herausforderung. Die Geschehnisse in Israel und Palästina führen zu emotionalen Debatten auf den Schulhöfen und in den Klassenzimmern. Das heikle Thema im Unterricht aufzuarbeiten fällt vielen Lehrkräften nicht leicht, weil Zeit und Ressourcen im Schulalltag fehlen. Doch gerade jetzt steht ein Projekt vor dem Aus, das sich dieser Aufgabe angenommen hat.
„Yad be Yad“ heißt das Projekt, das Begegnungsräume und Bildungsangebote für jüdische und muslimische junge Menschen sowie für junge Menschen mit Migrations- und Fluchtgeschichte und Interessierte schafft. Das Projekt von Kubus e.V. und wird im Rahmen des Programms „Vielfalt gefällt! – Orte der Toleranz“ von der Baden-Württemberg-Stiftung gefördert. Die Projektlaufzeit geht von 01.10.2021 – 30.03.2024. Eine Verlängerung dieser Laufzeit ist bei der BW-Stiftung laut Kubus e.V. nicht möglich.
Die schulpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Katrin Steinhülb-Joos, hat sich deshalb in einem Ministerbrief an Finanzminister Dr. Bayaz sowie Kultusministerin Schopper gewandt. Darin fordert sie die Regierungsmitglieder auf, nach Möglichkeiten einer Finanzierung und Laufzeitverlängerung zu suchen. Mit wenigen Mitteln seien große Effekte möglich, die wertvollen Erfahrungen müsse man unbedingt weiter nutzen, argumentiert die Abgeordnete darin. „Dieses kostenlose Bildungsangebot für Schulen und interessierte Gruppen ist gerade in diesen Zeiten von unschätzbarem Wert“, ist die ehemalige Rektorin einer Gemeinschaftsschule überzeugt.
Wie die Leiterin von Yad be Yad, Veronica Sartore, berichtet, habe sich das Projekt etabliert und wird von den Schulen gut angenommen. Mehr als 45 Einrichtungen, darunter schwerpunktmäßig Schulen, haben bereits profitiert. „Besonders seit dem 7. Oktober“, so die Projektleiterin „sind Nachfrage und Bedarf immens in die Höhe geschnellt, sodass diese die finanziellen Kapazitäten des Projekts übersteigen.“ Zudem laufe das Projekt Ende März 2024 aus, dadurch könnten Einsätze nur noch für wenige Monate realisiert werden. Sehr zum Ärger von Veronica Sartore, denn das Format wurde speziell an die aktuelle Situation und Bedürfnisse der Schulen angepasst.
Für Sartore liegt der Nutzen an den Schulen auf der Hand: „Die Tandems sprechen mit den Schüler*innen über die Folgen des Nahostkonflikts auf die jüdischen und auf die muslimischen Communities in Deutschland und bieten einen differenzierten Blick auf hiesige Debatten. Sie erklären den Schüler*innen, wie kontroverse Diskussionen in diesem Kontext geführt werden können ohne die andere Seite zu entmenschlichen und wirken der Polarisierung entgegen, die Jugendlichen in den Sozialen Medien oftmals begegnet.“
Steinhülb-Joos hofft jetzt auf eine positive Nachricht aus einem der Ministerien: „Mehr denn je benötigen Schulen tiefgreifende Unterstützung bei der Einordnung des Nahostkonflikts. Mit Projekten zur jüdisch-muslimischen Verständigung wie Yad be Yad können wir Begegnung, Austausch und gegenseitiges voneinander Wissen als Basis für ein friedliches Zusammenleben initiieren und ermöglichen – und das unter professioneller Begleitung. Ich hoffe sehr, dass Kubus e.V. einen Projektträger findet und die wertvolle Arbeit der Verantwortlichen weitergeführt und ausgebaut werden kann.“
Katrin Steinhülb-Joos, SPD-Landtagsabgeordnete für Stuttgart
Steinhülb-Joos: “So werden Schüler*innen an den SBBZ im Stich gelassen”
Zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung kritisiert die Stuttgarter SPD-Abgeordnete die Schulgesetzänderung der Landesregierung scharf
Die schulpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Katrin Steinhülb-Joos, fordert die Landesregierung auf, allen Schüler*innen einen gleichberechtigten Zugang zum Ganztagsbetrieb zu ermöglichen. Die jüngst beschlossene Schulgesetzänderung schließe bestimmte Schüler*innen aus.
Der Ganztagsbetrieb soll laut Schulgesetz weiterhin auf die allgemeinbildenden Grundschulen und Grundstufen der Sonderpädagogischen Bildungszentren (SBBZ) mit Förderschwerpunkt Lernen beschränkt bleiben. Für Steinhülb-Joos ist das nicht hinnehmbar: „So werden Schüler*innen an SBBZ mit anderen Förderschwerpunkten im Stich gelassen“, erklärt die SPD-Abgeordnete. Viele Gespräche mit ehemaligen Kolleg*innen würden sie in diesem Eindruck bestätigen. „Unsere Lehrkräfte und Fachleute können über eine solche Ignoranz der Landesregierung nur den Kopf schütteln“, betont Steinhülb-Joos.
Der Schulbericht Stuttgart 2022 weist 16 SBBZ mit verschiedenen Förderschwerpunkten aus. An sieben Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren gibt es eine Ganztagsschule mit Lehrerstunden und erweitertem Betreuungsangebot im Stadtgebiet Stuttgart. Für Steinhülb-Joos ist das ein erster Schritt in die richtige Richtung, der jetzt konsequent weitergegangen werden müsse.
„Gerade für Schüler*innen an den SBBZ mit Förderschwerpunkt emotional-soziale Entwicklung ist es immens wichtig, dass sie mit dem Ganztagsbetrieb einen Ort zum Ausgleich haben. Auch das Peer-Group-Lernen spielt hier eine wichtige Rolle“, erklärt Steinhülb-Joos. Aber auch andere Förderschwerpunkte könnten vom Ganztag profitieren. Wichtig sei es deshalb, jetzt die Weichen für einen funktionierenden Ganztag an den SBBZ zu stellen. Ein erster wichtiger Schritt sei laut Steinhülb-Joos der Ausbau der Studienplätze für das Lehramt Sonderpädagogik.
„Vorteile von guter Inklusion bewusstwerden“
Anlässlich des Internationalen Tages der Menschen mit Behinderung hob Steinhülb-Joos außerdem den Stellenwert von Inklusion in den Bildungseinrichtungen hervor. „Wir müssen die Rechte von Menschen mit Behinderung noch stärker beachten und uns endlich der Vorteile von guter Inklusion bewusstwerden. Daran sollten wir auch unser bildungspolitisches Handeln ausrichten“, fordert die ehemalige Schulleiterin. Auch für den gelingenden Übergang auf den allgemeinen Arbeitsmarkt seien Praktikaplätze, die Menschen mit Behinderung mitmachen und nicht nur zuschauen lassen, ein ganz wichtiges Element. Damit Inklusion gelingt müsse der Einstieg passen, ist sich die Abgeordnete sicher.
Katrin Steinhülb-Joos, SPD-Landtagsabgeordnete für Stuttgart